Frankfurter Erklärung — UPDATE vom 28. April 2023
Im Rahmen der Leipziger Buchmesse diskutierten wir auf der Bühne des Trendforums Bildung fleißig über die Finanzierung von Kita- und Schulbibliotheken.
Ausgangspunkt hierfür war die von den avj-Mitgliedsverlagen im Oktober 2022 verabschiedete Frankfurter Erklärung. Aus der aktuellen Lage in der Praxis berichteten Autorin Kirsten Boie, die Vorsitzende des Bundesverbands Leseförderung Manuela Hantschel sowie als Vertreterin der Grundschulen Kathrin Riedel (Direktorin der Leipziger Geschwister-Scholl-Grundschule). Hier zeigte sich in allen drei Teilbereichen, dass gute Ideen bereits da sind, es jedoch selbst bei funktionierenden Konzepten letzten Endes immer am Geld mangelt. Als Vertreter der Verwaltung versuchte Dr. Thomas Töpfer von der Schulbibliothekarischen Arbeitsstelle der Stadt Leipzig aufzuzeigen, dass es auch für die Kommunen selbst nicht immer leicht ist an das nötige Geld zu kommen. Eine etwaige Umverteilung von Topf zu Topf sei wegen fester Strukturen erschwert. Für den Blick von Außen nahm außerdem Markus Fritz, der stellvertretende Direktor vom Amt für Bibliotheken und Lesen in Bozen, an der Diskussion teil. In Bozen wurden schon vor vielen Jahren Grundsteine für eine gewährleistete Leseförderung in Bibliotheken gelegt. Moderiert wurde die diskussionsfreudige Runde von Tina Kemnitz.
Alles in allem zeigten die Blicke in die deutsche Praxis, an wie vielen Stellen und Strukturen es aktuell noch bei der Finanzierung von Schulbibliotheken, deren Materialien und geschultem Personal hakt. Die Forderung nach einem staatlichen Sondervermögen “Bildung” wurde durch das Podium laut.
